Dr.-Friedrich-Chrysander-Schule Vellahn

SVZ berichtet: Im Zeichen des Lichtes


Lichterfest: Ein großer Erfolg

Von Tilo Röpcke

Es ist Freitagabend, wenige Minuten vor 17 Uhr. Gemeindepädagogin Katrin Pägelow schaut neugierig durch eine Seitentür neben dem Altar der Vellahner Kirche. Dabei nimmt sie wohlwollend zur Kenntnis, dass sich das Gotteshaus zusehends füllt. Einige Dutzend Kinder wollten an diesem Abend gemeinsam mit ihren Eltern, Großeltern, Geschwistern aber auch Grundschullehrern das Theaterstück „Salz ist wertvoller als Gold“ nicht verpassen. Auf den ersten Blick war die Gemeindepädagogin gar nicht zu erkennen. Schließlich musste sie doch mangels vorhandener Darsteller selbst in die Rolle des Königs schlüpfen, der nach einem alten slowakischen Volksmärchen einer seiner drei Töchter den Thron vererben möchte. Dabei beschließt er, sie auf die Probe zu stellen, und fragt sie, wie wertvoll er ihnen sei. „Seit Ende August habe ich dieses Märchen umgeschrieben und an unsere Darsteller, Mitglieder der Kirchengemeinde, Schüler und Laienspielinteressierte unseres Dorfes, angepasst“, berichtet Katrin Pägelow im Gespräch mit der SVZ. Dieses Volksmärchen in der gut besuchten Vellahner Kirche war am Freitagabend allerdings nur der Auftakt zum beliebten Lichterfest der Großgemeinde, das nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wieder in enger Kooperation zwischen der Kirchengemeinde, der Kindertagestätte und der Dr.-Friedrich-Chrysander-Schule auf die Beine gestellt wurde. „Nach dem Weggang unserer Grundschulkoordinatorin Ricarda Schneider wurde ich seitens der Schule beauftragt, gemeinsam mit unseren Partnern dieses gemütliche Beisammensein im Zeichen des Lichtes zu organisieren. Bereits Anfang September gab es diesbezüglich die ersten Absprachen zwischen mir und Eilyn Brockmöller, Geschäftsführerin des Jessenitzer Aus- und Weiterbildungsvereines, sowie Kita-Leiterin Maria Schmeil und Pastor Christian Lange“, erklärt Grundschullehrerin Judith Behncke die Verantwortlichkeiten des Lichterfestes in Vellahn. Für Eilyn Brockmöller, deren Verein die Kindertagesstätte Vellahn als Träger unterhält, sei es eine glückliche Fügung, dass die drei Partner seit dem vergangenen Jahr erfolgreich an einem Strang ziehen. „Allerdings gibt es in unserer Zusammenarbeit noch Potenzial nach oben. Besonders bezüglich des Beschreitens neuer Wege wünsche ich mir noch mehr Unterstützung und Akzeptanz den Verantwortlichen gegenüber“, fordert Brockmöller alle Parteien unmissverständlich zu mehr Toleranz und Engagement auf. Nach dem gemütlichen Laternenumzug klang des Lichterfest am Freitagabend auf dem Schulhof der Regionalen Schule aus. Die Protagonisten des Abends, Grundschullehrerin Judith Behncke, Kita-Leiterin Maria Schmeil und JAW-Chefin Eilyn Brockmöller hatten jedenfalls alle Hände voll zu tun, um die vielen Hungrigen und Durstigen Gäste mit Bratwurst vom Grill sowie wärmenden Glühwein zu versorgen. Und Pastor Christian Lange vernahm dieses emsige Treiben mit großem Wohlwollen, schließlich kommt der gesamte Erlös des diesjährigen Lichterfestes seiner Kirchengemeinden zugute. „Wir wollen in möglichst naher Zukunft unseren fast zwanzig Jahre alten Kleinbus durch ein neues Fahrzeug austauschen. Neben der bisherigen Unterstützung aus der Bevölkerung und dem Kindergarten unseres Dorfes freuen wir uns nun über die Zuwendung vom Lichterfest“, sagt Christian Lange. Im kommenden Jahr soll dann der Erlös der Schule zugute kommen, und im Folgejahr dem Kindergarten.

  

Großer Dank an die vier Protagonisten des Abends: Christian Lange, Judith Behncke, Eilyn Brockmöller und Maria Schmeil (von links)

 

Nach oben